Referenzen

11.03.2026 | Lesezeit: 3min

Referenz Story ORIA by ITpoint – Schweizer Daten gehören in Schweizer Rechenzentren

Im Interview erklärt Mischa Villiger, CTO von ORIA by ITpoint, warum sich sein Unternehmen für das Rechenzentrum Stollen Luzern entschieden hat. Er spricht über digitale Souveränität, steigende Anforderungen an Cloud-Infrastrukturen und die Bedeutung von Datenhaltung in der Schweiz. Ein Gespräch über Vertrauen, Sicherheit und nachhaltige Rechenzentren – und darüber, warum Schweizer Daten auch in Schweizer Rechenzentren bleiben sollten.

  • Team
    Rechenzentrum Stollen Luzern

ITpoint hat kürzlich ein neues Rechenzentrum in Luzern bezogen. 
Was steckt hinter diesem Schritt?
Der Ausbau unserer Rechenzentrumsinfrastruktur ist Teil unserer langfristigen Wachstumsstrategie. Die Nachfrage nach Cloud- und Managed Services unter der
Marke ORIA wächst kontinuierlich. Um dieser Entwicklung gerecht zu werden, erweitern wir unsere Kapazitäten gezielt. Das neue Rechenzentrum ermöglicht uns, zusätzliche Infrastruktur bereitzustellen und gleichzeitig unsere Plattform weiter zu skalieren.

Sie hatten bereits zuvor eine zweite Rechenzentrumsumgebung im Einsatz. 
Warum nun dieser Wechsel?
Das ist richtig. Wir haben bereits seit einiger Zeit mit zwei Rechenzentrumsstandorten gearbeitet, um Redundanz und Ausfallsicherheit sicherzustellen. Mit dem neuen Standort in Luzern haben wir uns jedoch bewusst für einen Betreiber entschieden, der vollständig in Schweizer Besitz ist. Für uns ist das ein wichtiger strategischer Aspekt. Wenn wir von digitaler Souveränität sprechen, dann geht es nicht nur um den Standort der Daten, sondern auch um die Eigentumsverhältnisse und die Kontrolle über die Infrastruktur.


 

Wer digitale Souveränität ernst nimmt, betreibt seine Cloud-Infrastruktur konsequent in der Schweiz.
Mischa Villiger
CTO, ORIA by ITpoint

Welche Rolle spielt die Datenhaltung in der Schweiz für Ihre Kunden?
Die Bedeutung nimmt deutlich zu. Viele Unternehmen stellen heute ganz bewusst die Frage: Wer betreibt eigentlich die Infrastruktur, auf der unsere Daten liegen?
Gerade in regulierten Branchen oder bei sensiblen Daten ist es für Kunden zentral, dass ihre Informationen innerhalb der Schweiz gespeichert und verarbeitet werden. Schweizer Recht, Schweizer Betreiber und transparente Strukturen schaffen Vertrauen.


Was zeichnet das Rechenzentrum in Luzern technisch aus?
Das Rechenzentrum befindet sich in einem unterirdischen Bunkerkomplex und bietet ein sehr hohes physisches Sicherheitsniveau. Dazu kommen redundante Energieversorgung, moderne Zutrittskontrollen sowie eine durchgehende Überwachung. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Nachhaltigkeit. Das Datacenter nutzt unter anderem Seewasser aus dem Vierwaldstättersee zur Kühlung und wird mit erneuerbarer Energie betrieben. Dadurch entsteht eine sehr effiziente Infrastruktur mit geringem ökologischen Fussabdruck.


Welche Vorteile bringt dieser Ausbau konkret für ORIA?
ORIA ist unsere Plattform für souveräne Cloud- und Managed Services. Damit wir diese Plattform zuverlässig betreiben können, brauchen wir eine Infrastruktur, die sowohl hochverfügbar als auch skalierbar ist. Mit dem zusätzlichen Standort schaffen wir genau diese Grundlage. Wir erhöhen die Resilienz unserer Plattform und können gleichzeitig neue Kundenprojekte schneller umsetzen.

Wie entwickelt sich der Markt für solche Lösungen?
Wir sehen eine klare Entwicklung: Unternehmen wollen Cloud nutzen, aber sie möchten gleichzeitig die Kontrolle über ihre Daten behalten. Die Kombination aus moderner Cloud-Technologie und konsequenter Datenhaltung in der Schweiz wird deshalb immer wichtiger. Genau hier positionieren wir uns mit ORIA.


Besten Dank für das Interview.

Über ORIA by ITpoint
ORIA ist die Cloud und Managed Services Plattform von ITpoint Systems AG. Das Angebot richtet sich an Schweizer KMU, die ihre IT modernisieren wollen, ohne die Kontrolle über ihre Daten zu verlieren. ORIA verbindet Cloud Infrastruktur, Betrieb und Beratung zu einem integrierten Angebot, bei dem Daten konsequent in der Schweiz gespeichert und verarbeitet werden. Die Plattform wird in Schweizer Rechenzentren betrieben und richtet sich an Unternehmen, die hohe Anforderungen an Sicherheit, Verfügbarkeit und regulatorische Rahmenbedingungen haben.


Über Mischa Villiger
Mischa Villiger ist Chief Technology Officer (CTO) bei ITpoint Systems AG und verantwortet die technologische Weiterentwicklung der Cloud und Managed Services Plattform ORIA. Mit langjähriger Erfahrung im Betrieb komplexer IT Infrastrukturen beschäftigt er sich insbesondere mit Themen wie Cloud Architektur, Betriebssicherheit und Datenhaltung in der Schweiz. Sein Fokus liegt darauf, moderne Cloud Technologien mit den Anforderungen Schweizer Unternehmen an Sicherheit, Verfügbarkeit und digitale Souveränität zu verbinden. Er ist verheiratet, hat 2 Kinder und wohnt in Horw/LU.